Motivation und soziales Umfeld

Über den Anfang und die Rahmenbedingungen:


Ideal ist es, wenn wenigstens ein Familienmitglied ein Instrument spielt oder singt, Musizieren also ein wichtiger Bestandteil des näheren Umfeldes des Kindes ist. Dann entspringt seine Motivation dem natürlichen Nachahmungsdrang und dem Wunsch, an dem Musikgeschehen teilzunehmen.
Leider ist dies nicht mehr so oft der Fall.
Oft begegnen die Kinder dem Klavier durch ein Konzert oder durch klavierspielende Freunde, oder sie werden durch ihre Eltern auf die Idee gebracht, werden neugierig. Dann wollen sie das ausprobieren. (Das ist natürlich eine gute Idee.) Und dann gibt es oft in der Anfangszeit einen Konflikt. Denn der Klavierunterricht findet in der Regel wöchentlich und immer an einem festen Tag zu einer festen Zeit statt (die natürlich auch angepasst werden kann), oft eben zur Unzeit, nämlich dann, wenn sie gerade mit ihren Freunden spielen. Soll man sie jetzt davon wegreißen? Damit sie dann im Klavierunterricht die ganze Zeit an nichts anderes denken als an ihr Freunde und ganz traurig sind, weil sie da jetzt nicht sein dürfen? Sie wollten es ja nur ausprobieren und jetzt müssen sie da hin. Können sie das verstehen? Haben sie überhaupt eine Entscheidungsgrundlage? Können sie das wollen?
nicht, weil ihnen der Unterricht keinen Spaß machen würde, sondern weil sie eben aus ihrer Sicht im Moment was Besseres zu tun haben, dann wird das Klavier zum Feind. Geduld ist vielleicht klüger. Soll doch hin und wieder eine Stunde ausfallen!
Eine andere Möglichkeit für diesen Fall eines fehlenden musikalischen Umfeldes ist, dass ältere Geschwister oder ein Elternteil mit dem Klavierspielen beginnen, sodass die Motivation der Kleinen, die dann auch schon wieder ein wenig reifer sind, so stark wird, dass sie sicher über so manchen Anfangssturm hinwegkommen.


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